Tag der offenen Tür: informativ, lebendig und mit fettem Groove

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Der 10. Tag der offenen Tür am 17. September im Heinrich Sengelmann Krankenhaus (HSK) war auch in diesem Jahr mit einer Rekordzahl von 1200 Besuchern ein voller Erfolg. Allein im Garten der Sinne wurden 322 Besucher gezählt. Bei blauem Himmel begann der Tag mit Grußworten von Andreas Gerckens , Bürgermeister von Bargfeld-Stegen, und Prof. Dr. Matthias R. Lemke, Ärztlicher Direktor des HSK. Es folgte ein gemeinsamer Gottesdienst der Pastoren Andreas Wendt aus Bargfeld-Stegen und Christian Möring von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf mit nachdenklichen Worten zum Thema »Normalität, Ausgrenzung und Akzeptanz« sowie stimmlicher Untermalung durch den Gospelchor »Stormarn Singers«.

Danach dann das volle Programm: mit dem Jugendorchester Bargfeld, begeisterndem Taiko-Trommeln, Ständen der unterschiedlichen Kreativtherapien zum Mitmachen, Therapiepferden und –hunden zum Anfassen sowie Bogenschießen der tohus gGmbH, Reiki und Akkupunktur. In einem Zelt informierten neben vielen anderen Organisationen die alsterdorf assistenz ost vom Gut Stegen, Alsterweg in Bargfeld-Stegen und Moorhof in Kayhude. Dazwischen immer wieder Rundgänge durch die Stationen des HSK und den Garten der Sinne hinter dem Gebäude der Gerontopsychiatrie. »Wir finden den Tag der offenen Tür toll, weil die Vorbehalte gegen psychisch erkrankte Menschen dadurch abgemildert werden und das Gelände so schön ist«, so Karin und Bernd Caßens aus Bargfeld-Stegen.  Für das leibliche Wohl sorgte u.a. alsterfood mit einem Verbrauch von 100 Kilogramm Champignons, 250 Portionen Currywurst , 70 Kilogramm Pommes Frites, 200 Bratwürsten und 400 Kuchenschnitten.

Viele Besucher waren auch an den Infogesprächen zum Thema »Seelische Erkrankungen« interessiert – allein unter Depression litten in Deutschland 5 Millionen Menschen und immer mehr suchten die Hilfe psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung, so Prof. Lemke. Fachärzte, Psychologen und Kreativtherapeuten zeigten bei vielen Nachfragen aus dem Publikum dann das ganze Behandlungsspektrum für Patienten des HSK auf. Am Ende des Tages versetzten Rosi und die Knallerbsen mit ihrer Spielfreude und dem fetten Groove die verbliebenen Zuschauer dann in Verzücken. Da störten auch die ersten Regentropfen des Tages nicht weiter.